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Deutsche Wirkstoffentwicklung, japanischer Erfolg, so könnte man die aktuelle Zulassungsmeldung der FDA überschreiben. Denn die japanische Asahi Kasei erhält die FDA-Zulassung für AiCuris-Wirkstoff Pritelivir. Das 780 Mio. Euro schwere Übernahmeinvestment zahlt sich damit wohl aus – während die deutsche Biotechmarke in der neuen Therapeutikastrategie des japanischen Konzerns aufgeht. Der Name wird damit bald Geschichte sein.

Übernahme in Wuppertal: Die auf Wirkstoffe gegen Infektionskrankheiten spezialisierte Aicuris Anti-Infective Cures AG geht für fast 800 Mio. Euro (rund 920 Mio. US-Dollar) an die japanische Pharmafirma Asahi Kasei. Das mit Substanzen von Bayer durch die ehemalige Mitarbeiterin Helga Rübsamen-Schaeff gegründete Unternehmen hatte eine eigene Zulassung bewerkstelligt und befindet sich mit Wirkstoffen in der späten klinischen Entwicklung, die aktuell mit positiven Daten auf wissenschaftlichen Konferenzen aufwarten.

Die Wuppertaler AiCuris Anti-infective Cures AG erhält eine Meilensteinzahlung in Höhe von 30 Mio. Euro von ihrem Lizenzpartner MSD nach FDA-Zulassung von PREVYMIS® (Letermovir) in einer zweiten Indikation.